Solarreinigung gefällig?

Eine verschmutzte Anlage kann Sie einiges an Geld kosten!

Die Regel ist ganz einfach:

Je größer die Anlage,
je höher die Einspeisevergütung,
je besser die Lage

umso höher ist der Verlust!

Einfach nachzuvollziehen an Beispiel 1:
Eine Photovoltaikanlage Baujahr 2005 mit 5 kWp Nennleistung und ordentlicher unverschatteter Südlage hat normalerweise einen jährlichen Ertrag von durchschnittlich ca. 4750 kWh bis 5750 kWh pro Jahr.
Im Beispiel nehmen wir der Einfachheit halber 5000 kWh (1000kWh/kWp) an. Bei 10% Leistungsminderung durch Verschmutzung fehlen somit jedes Jahr ca. 500 kWh. 10% entspricht etwas weniger Schmutz als Bild 2. Die Verschmutzung ist besonders über den weißen Flecken sehr gut erkennbar. Bild 2 liegt bei ungefähr 15% Leistungsminderung. Bei Inbetriebnahme im Jahr 2005 entspricht das rund 270 € Ertragsminderung.

Ein weiteres Beispiel:
Eine Photovoltaikanlage Baujahr 2011 mit 30 kWp Nennleistung und normaler unverschatteter Südlage mit Tendenz nach Ost oder West hat normalerweise einen jährlichen Ertrag von durchschnittlich ca. 27000 kWh (oder 900 kWh/kWp) pro Jahr. Bei 10% Leistungsminderung durch Verschmutzung fehlen somit jedes Jahr ca. 2700 kWh. Bei Inbetriebnahme im Jahr 2011 entspricht das rund 775 € Ertragsminderung.

Noch ein Beispiel:
Eine Photovoltaikanlage auf einem landwirtschaftlichen Gebäude Baujahr 2010 mit 50 kWp Nennleistung und unverschatteter Südlage hat normalerweise einen jährlichen Ertrag von ungefähr 55000 kWh (oder 1100 kWh/kWp) pro Jahr. Bei 15% Leistungsminderung durch Verschmutzung fehlen somit jedes Jahr ca. 8250 kWh. Bei Inbetriebnahme im Jahr 2010 entspricht das rund 3000 € Ertragsminderung.

Besonders anfällig für Verschmutzung sind folgende Anlagen:

Anlagen mit Schneehalter unter den Modulen
Anlagen mit zwei oder mehr freien Dachziegelreihen unter den Modulen
Anlagen an vielbefahrenen Straßen
Anlagen auf Häusern mit Holzfeuerungen
Anlagen auf Industriegebäuden mit Lüftungen über Dach oder dergleichen
Anlagen auf landwirtschaftlichen Gebäuden
Anlagen auf sehr flachen Dächern
Aufgeständerte Anlagen

Anlagen mit prismiertem Solarglas

Dasselbe gilt übrigens für stark verschmutzte Wechselrichter und für thermische Solaranlagen.

Da eine professionelle Reinigung nur einen Teil des jährlichen Ausfalles kostet, lohnt es sich auch bei sehr kleinen Anlagen und bei Anlagen mit sehr niedriger Einspeisevergütung, einen zwei- oder dreijährigen Reinigungsturnus einzuhalten. Große Anlagen sollten am Besten jährlich gereinigt werden.

Bereits verdreckte Anlagen bauen auf der bestehenden Schicht viel schneller, mehr Dreck auf als saubere Anlagen. Die Oberfläche ist schon rau und neuer Dreck haftet dann besser. Siehe Bild Nr. 3

Die meisten Überwachungsanlagen können übrigens eine Verschmutzung gar nicht feststellen, weil nur die Wechselrichter und Stränge untereinander verglichen werden. Bei gleichmäßiger Verschmutzung meldet die Überwachung NIE einen Fehler!

Die Reinigung und das Ergebnis